Frauen mit BRCA1- oder BRCA2-Mutationen unterziehen sich häufig einer frühzeitigen Entfernung der Eierstöcke, um Eierstockkrebs vorzubeugen – ein wichtiger und wirksamer Schritt, der jedoch leider eine plötzlich eintretende vorzeitige Menopause auslöst.
Eine menopausale Hormontherapie (MHT) kann bei Beschwerden helfen und sich positiv auf Knochengesundheit, Herz-Kreislauf-Gesundheit und die allgemeine Lebensqualität auswirken. Viele Frauen haben jedoch die Sorge: Erhöht sie möglicherweise das Brustkrebsrisiko?
Diese Studie liefert beruhigende Antworten.
Forschende begleiteten 676 BRCA-Trägerinnen, die eine Hormontherapie erhielten, und verglichen sie mit 676 vergleichbaren Frauen ohne Hormontherapie. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von etwa 5,6 Jahren trat Brustkrebs bei den Frauen mit Hormontherapie seltener auf (12,9 %) als bei denjenigen ohne Hormontherapie (18,9 %).
Besonders auffällig:
- Eine Östrogen-only-Therapie war mit einem deutlich niedrigeren Brustkrebsrisiko verbunden.
- Eine Kombination aus Östrogen und Gestagen zeigte kein erhöhtes Risiko.
Die wichtigste Erkenntnis:
Für BRCA-Mutationsträgerinnen, die aufgrund einer frühen Menopause vor besonderen gesundheitlichen Herausforderungen stehen, scheint eine Hormontherapie – insbesondere eine reine Östrogentherapie, wenn sie medizinisch geeignet ist – im Hinblick auf das Brustkrebsrisiko nicht nur sicher zu sein, sondern möglicherweise sogar einen schützenden Effekt zu haben.
Diese Ergebnisse sind eine wichtige Nachricht für Frauen, die zwischen Krebsvorsorge, langfristiger Gesundheit und Lebensqualität abwägen müssen.