Der hormonelle Wechsel – KEINE Krankheit mit vielen Beschwerden (Gastartikel Dr. Matthai)
Da der mit dem hormonellen Wechsel einhergehende Abfall der Hormone jede Frau irgendwann trifft, kann es sich dabei eigentlich um keine Krankheit handeln. Dennoch beklagen Viele Symptome und Manche leiden sogar sehr darunter. Da die Beschwerden meistens zu einer Minderung und manchmal sogar mit einem Verlust an Lebensqualität einhergehen, sollte keine Frau mit Ihrem Schicksal alleine gelassen werden. Obwohl etwa jede zweite Frau Beschwerden hat, ist und bleibt der Wechsel für viele nach wie vor ein Tabuthema. Es scheint immer noch so zu sein, dass die Menopause mit Schwäche und dem Altern oder „jetzt Altsein“ assoziiert wird. Dies führt dazu, dass „Frau“ nicht gerne darüber spricht und sich oft keine Hilfe sucht. Dabei könnte man alle Symptome, Belastungen und Beschwerden gut behandeln.
Um herauszufinden, ob es sich bei den beschriebenen Veränderungen tatsächlich um den Wechsel handelt, lässt man einen
Hormonstatus analysieren, der über eine venöse Blutabnahme erfolgt.
Zu den typischen, auf einen Hormonmangel zurückzuführenden Beschwerden
gehören:
- Hitzewallungen & Schweißausbrüche
- Stimmungsschwankungen & depressive Verstimmungen
- Gewichtszunahme
- Herzstolpern
- Innere Unruhe, Gereiztheit & Nervosität
- Schlafstörungen
- Verlust an sexuellem Verlangen (Libidoverlust)
- Veränderung bei Haut, Haaren & Bindegewebe
Je nach Ausgeprägtheitsgrad und Belastung der Betroffenen bieten sich zahlreiche unterschiedliche Therapiemöglichkeiten an. In manchen Fällen bringt das Zuhören und Ernstnehmen der Dinge, die berichtet werden bereits eine Verbesserung der Gesamtsituation. Allen voran sollten der Frau im Wechsel jedoch Lebensstilmaßnahmen angeboten werden, die tatsächlich vielen helfen!
Was Sie im Wechsel jedenfalls beachten sollten:
- Ernähren Sie sich gesund, ausgewogen und bedarfsgerecht!
- Betreiben Sie regelmäßig Sport!
- Sorgen Sie für die richtige Stressbalance! Chronischer Stress und zu hohe Belastungen gehen nachweislich mit einer Zunahme an Symptomen einher. Sorgen Sie für mehr Ausgleich, machen Sie Yoga, Pilates oder fangen Sie an zu meditieren!
- Kümmern Sie sich um Ihren Schlaf und versuchen Sie diesen zu optimieren! Schlafstörungen treten in der Menopause häufig auf und verschlechtern die allgemeine Situation immer.
WICHTIG: Jede Hormontherapie sollte nur mit strenger Indikation, bei bestehendem Mangel und unter laufender ärztlicher Kontrolle erfolgen. Es steht außer Frage, dass Frauen die eine Hormontherapie benötigen, diese immer so kurz wie möglich und solange wie nötig bekommen sollten und die Dosis, in der die Hormone verabreicht werden, so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig, bemessen werden sollte.
Denken Sie immer daran: Gesundheit ist eine Frage des LEBENSstils!
Dr. med. Christian Matthai
FA für Gynäkologie und Geburtshilfe
Ernährungs-, Sport- und Vitalstoffmediziner
www.matthai.at www.m-core.at