Brustrekonstruktion.

Die weibliche Brust ist ein nicht nur ein kosmetisch sensibler sondern auch für menschliche Beziehungen zentraler Bereich. Eine Rekonstruktion bzw. Formoptimierung sollte immer Teil des Aufklärungsgespräches sein.

Angenehmes,

sicheres

Körperempfinden.

Die Rate an kompletter Brustentfernung (Mastektomie) steigt weltweit an. Wir sind es unseren Frauen, die sich uns anvertrauen, schuldig, nicht nur für ihre Gesundheit sondern auch für ihr Körperempfinden das optimale Ergebnis zu erzielen.

 

Eine schon vor der Krebsoperation geplante Rekonstruktion (Sofortrekonstruktion) hat zur späten Rekonstruktion viele Vorteile, einer davon ist die deutlich bessere Schnittführung an Stellen, die nicht so sichtbar sind, wie bei einer Spätrekonstruktion.

 

Moderne Geräte, Materialien und Techniken haben auch dazu geführt, dass die kosmetischen Ergebnisse besser werden und Langzeitkomplikationen sinken. Unterscheiden muss man ganz banal zwischen Eigengewebsrekonstruktion (Fett, Haut oder Muskel vom eigenen Körper) und Fremdgewebsrekonstruktion (Silikonimplantate).

 

Hinsichtlich Fremdgewebsrekonstruktion sind zum einen der Einsatz von neuen Gewebsnetzen zu erwähnen, die es nun schaffen, Implantate stabiler in der Brust zu halten. Zum anderen sind Implantate schon so weit, dass sie ohne jegliche Netze auskommen und ein Abheben des Brustmuskels trotzdem nicht zwingend notwendig ist (präpektorale Rekonstruktion). Dies reduziert postoperative Schmerzen und könnte zu einem besseren kosmetischen Ergebnis beitragen, da nun kein Muskel mehr über dem Implantat liegt, welcher zu Strahlentherapieschäden neigt und das Implantat optisch deformieren kann (jumping breasts). Hierfür fehlen aber noch Studien. Die Medizinische Universität Wien, gemeinsam mit Basel, Heidelberg und dem Karolinska Institut, bemüht sich gerade um solche Studien (oncoplasticbc.org).

 

Bei Eigengewebe können neben freien Haut- und Muskellappen mit geringem Hebedefekt und ausgezeichneter Haptik auch neuerdings Fettlappen vom Bauch mittels Schlüssellochtechnik gehoben werden (Omentumrekonstruktion). Eigengewebe ist bei einseitiger Rekonstruktion sicher die beste Variante, bei beidseitiger Brustentfernung gibt es jedoch klare Vorteile für Implantatrekonstruktion.